Start Frauenringen Maria Selmaier (75 kg/KSC Motor Jena) erkämpft Fahrkarte nach Rio

Maria Selmaier (75 kg/KSC Motor Jena) erkämpft Fahrkarte nach Rio

Istanbul – Jetzt nehmen die Olympia-Qualifikationswettkämpfe der Ringer, für die Starter des Deutschen Ringer- Bundes sensationelle Züge an, nachdem Griechisch-Römisch-Spezialist Denis Kudla (85 kg/VfK Schifferstadt) am ersten Tag des 2. Weltturnieres in Istanbul (TUR) mit starker Turnierleistung die Fahrkarte nach Rio löste, war es am zweiten Kampftag Maria Selmaier (75 kg/KSC Motor Jena), die für das insgesamt 7. (!) Olympiaticket sorgte, mit denen der Deutsche Ringer- Bund an den Spielen in Rio teilnehmen kann.

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Bild Jörg Richter: Maria Selmaier darf sich auf Rio 2016 freuen.

Und was war das für ein sensationelles Turnier, dass die Ringerin aus dem Leistungszentrum Jena in Istanbul absolvierte ! Nichts war mehr zu spüren von der Unsicherheit, durch die Maria Selmaier zuletzt viel Kritik einstecken musste. Ihr Auftaktduell gewann Maria Selmaier gegen die Norwegerin Maria Solheim mit 7:2 Punkten und tankte damit erst einmal viel Selbstbewusstsein.

Im Viertelfinale gewann die DRB-Starterin mit 10:0 Wertungspunkten vorzeitig gegen Dayanara Suarez (PUR) und sparte damit Kraft für den schweren Halbfinalkampf, in dem sie Gozal Sutova (Aserbaidschan) gegenüber stand. Dieses schwere- und vor allem entscheidende Duell gewann Maria Selmaier mit 12:5 und ließ dann dem Jubel freien Lauf, denn mit dem Finaleinzug hatte sie das Olympiaticket für den Deutschen Ringer- Bund erkämpft. Der Jubelschrei nach der Siegerverkündung durch den Kampfrichter - ein lautes Zeichen der Erleichterung- und Freude.

Im Finale unterlag Maria Selmaier gegen die Vize-Europameisterin von 2015, Ekaterina Bukina (RUS) mit 2:6, doch waren die Finalkämpfe in Istanbul nur noch 'Beiwerk', da beide Finalistinnen das Olympiaticket bereits sicher hatten.

Auch Jaqueline Schellin (48 kg/TV Mühlacker) startete mit einem Sieg in das letzte Olympia-Qualifikationsturnier. In der Qualifikation schulterte die DRB-Ringerin ihre Kontrahentin Silvia Felice (ITA) wenige Sekunden vor Kampfende, im Achtelfinale kam dann nach einer Schulterniederlage gegen die Lokalmatadorin Evin Demirhan allerdings schon das Aus.

Auch Nadine Weinauge (63 kg/KSK Furtwangen) musste sich im Achtelfinale gegen Kriszta Incze (ROM) geschlagen geben und schied aus dem Turnier aus, das die Rumänin das Finale nicht erreichte.

Das tat der Freude im deutschen Frauenteam über den Gewinn der Olympiafahrkarte durch Maria Selmaier keinen Abbruch und da stimmte auch DRB-Präsident Manfred Werner mit in den Jubel ein, „... sie hat rechtzeitig zu alter Form zurück gefunden“ ! Das der Ringer- Bund mit vier Ringerinnen in Rio vertreten ist, kann der Ringerchef noch gar nicht richtig fassen. „Das ist schon eine grandiose Leistungen unserer Damen, wer hätte gedacht, das wir mit vier Frauen beim olympischen Turnier starten werden“, lobte Manfred Werner auch das gesamte Umfeld des DRB-Frauenteams und hofft, dass neben den drei Olympiatickets der Griechisch-Römisch-Spezialisten, am letzten Tag der Kämpfe in Istanbul zumindest noch ein Freistilringer zum deutschen Olympiateam hinzu stößt.


Seit 1987 bestreiten die Damen Weltmeisterschaften, Frauenringen wurde 2004 ins olympischen Programm aufgenommen. Damit gehört diese Sparte des Ringkampfsportes zu den Jüngsten auf olympischer Bühne. Bislang gab es im Frauenbereich vier olympische Gewichtsklassen, diese Anzahl wurde für die bevorstehenden Spiele in Rio auf 6 Kategorien aufgestockt, während die Männer Gewichtsklassen abgeben mussten. In Rio sind die Damen damit gleichberechtigt, denn auch im griechisch-römischen Stil und freien Ringkampf der Männer sind die olympischen Wettkämpfe in jeweils 6 Gewichtsklassen ausgeschrieben.

 

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