Nach Silber im Vorjahr, gewinnt Maria Selmaier erneut Edelmetall. Toni Bernhardt (KSC Motor Jena) unterliegt im kleinen Finale und wird Fünfter.
Toni Bernhardt (120 kg/KSC Motor Jena) schrammte bereits am zweiten Wettkampftag der Junioren-Europameisterschaften in Zrenjanin an einer Medaille vorbei und wurde nach einer 1:2-Rundenniederlage gegen Geno Petriaschwili (Georgien) Fünfter. Gegen die schnellen Beinangriffe des Georgiers fand der DRB-Schwergewichtler kein Mittel, dennoch schaffte Bernhardt im zweiten Durchgang mit einem 3:1 den Rundenausgleich. Die entscheitende, dritte Runde gewann erneut der Georgier mit 6:2 und holte damit Bronze.
Toni Bernhardt unterlag im Auftaktkampf dem späteren Sieger Ihar Dziatko (Weißrussland) in 0:2 Runden (0:1, 0:1). „In der ersten Runde war Toni noch unkonzentriert, doch dann kämpfte er besser, konnte jedoch die 0:2-Niederlage nicht mehr abwenden“, so Nachwuchs-Bundestrainer Jürgen Scheibe. In der Hoffnungsrunde musste der Ringer aus dem Leistungszentrum Jena gegen den Russen Schamil Schawaew antreten, doch dieser Kontrahent, der noch beim Team-Weltcup in Plauen mit der russischen Mannschaft gewann, gab verletzungsbedingt auf. Somit stand Toni Bernhardt im Kampf um Bronze. „Toni war auch gegen Geno Petriaschwili nicht chancenlos“, lobte Jürgen Scheibe vor allem den Kampfgeist seines Athleten, denn Bernhardt konnte sich nach dem Drei-Runden-Duell kaum noch auf den Beinen halten.
„Angesichts der Bonzemedaille durch Marc Luihle (50 kg/TSV Benningen) und dem 5. Rang von Toni Bernhardt (120 kg/KSC Motor Jena) müssen wir den Kopf nicht in den Sand stecken, es ist eine junge Mannschaft in der viel Potential steckt, wir kämpfen mit, doch gegen die Spitzenringer reicht es eben noch nicht“, weiß Nachwuchs-Bundestrainer Jürgen Scheibe, dass noch eine Menge Arbeit auf ihn- und seine Junioren wartet.

Die beiden Athleten aus dem Leistungszentrum Jena dürften sich mit den Ergebnissen von Zrenjanin entgültig in der DRB-Stammauswahl etabliert haben und nehmen nun die Junioren-WM in Bukarest (25.-30.7.) ins Visier. Dort kommt mit Michael Dengler (84 kg) ein weiterer Ringer aus dem Leistungsstützpunkt Jena hinzu, denn Dengler (84 kg/KSC Motor Jena) teilt sich mit dem Deutschen Meister Lukas Schöffler (RKG Freiburg) in die internationalen Wettkämpfe hinein. „Ich habe im Mittelgewicht zwei gleichstarke Ringer zur Verfügung“, gab Nachwuchs-Bundestrainer Jürgen Scheibe bei den Europameisterschaften in Zrenjanin dem Südbadener den Vorzug, für die Weltmeisterschaften in Bukarest wurde Michael Dengler im Limit bis 84 kg nominiert.